Wie es zur Gründung des Ski-Club Bad Honnef e.V. kam:

 

Es begann damit, dass Willi Schmitter durch seine Wintersportfahrten in die Eifel und Urlaubsfahrten ins Allgäu einen immer größeren Kreis von Sportfreunden für das Skilaufen begeisterte. Im Winter 1957/58 gründeten die Skikameraden Hermann Josef Bischoff, Willi und Hilde Schmitter, Emil und Doris Dobkowitz, Herr und Frau Wilsberg, Herbert und Uschi LudewIg, Herr Minn und Erhart Harbrecht und andere die Skiabteilung des Turnverein Eiche. Bereits nach wenigen Wochen zählte die Abteilung 60 Mitglieder.

 

Willi Schmitter war der erste Leiter dieser Skiabteilung. Neben ihm war Uschi Ludewig als Geschäftsführerin, Schriftführerin und Kassiererin tätig. Nach 3 Jahren übernahm Herbert Ludewig die Abteilung. Schriftführerin und Kassiererin blieb Uschi Ludewig.

 

Im März 1964 beschloss der Vorstand die Lösung vom Turnverein Eiche und Gründung eines selbständigen Ski-Club Bad Honnef.Die zur Gründung notwendigen Arbeiten wurden von Uschi und Herbert Ludewig geleistet. Zur Ausarbeitung der Satzung sowie bei der Vorbereitung zur Eintragung in das Vereinsregister stand Renate Meister, welche bei Herrn Notar Pohl beschäftigt war, tatkräftig zur Seite.

 

Bei der Gründungsversammlung im Mai 1964 wurde der erste Vorstand gewählt.“
Als ersten Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung Hermann Josef Bischoff, der die Geschicke des Vereins fünf Jahre leitete und später zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Er und seine liebe Frau sind uns allen noch in guter Erinnerung. In den 40 Jahren seit seiner Gründung hatte der Ski-Club vier Vorsitzende:

 

  • Hermann Josef Bischoff (1964 -1969)
  • Lois Hohenberger (1969 -1971)
  • Egon Hupperich (1972 – 1996)
  • Günther Goertz (1997 – 2007)
  • Matthias Hupperich (seit 2008)

Ein Mann der ersten Stunden war auch Franz Heinrich, der deshalb auch gebeten wurde, für die Jubliäumsausgabe des Slalom im Jahre 1989 einen Rückblick auf die ersten 25 Jahre des Ski-Club Bad Honnef zu verfassen. Viele Namen in seinem Bericht sind den „Alten“ des SC noch gut bekannt und sollen auch nicht vergessen werden.

 

Auszug aus Franz Heinrichs Artikel „Ein Slalom durch 25 Jahre“.
„War Hermann Josef Bischoff bestrebt, die Erinnerungen an die gute alte Zeit mit dem Fortschritt der neuen Zeit zu paaren, so expandierten die Veranstaltungen im Ski‑Club unter Lois Hohenberger kräftig: Ob es die Einführung des Insellaufs oder das Faustballturnier um den Siebengebirgsschild war oder die Erinnerungsplaketten zu Bezirkstagungen und die Wanderpreise für den Westdeutschen Skiverband, die den Ski‑Club Bad Honnef be- kannt machten, dies alles war die Handschrift von Lois Hohenberger.

Mit Egon Hupperich kam dann ein Mann an die Spitze des Vereins, der es geschickt verstand, das bisher Erreichte zu stabilisieren, in vielen stürmischen Situationen das Ruder des Vereins sicher zu halten und der jetzigen Vorstandsmannschaft die Richtung zu weisen.

Aber auch aus den Reihen der Vorstände sollen, stellvertretend für alle, einige Skikameraden aufgeführt werden, die mit ihrem Wirken hinter dem Wachstum und Leben des Ski‑Clubs Bad Honnef standen und noch stehen.

Unvergessen ist Franz Stocklöw, der leider viel zu früh von uns ging. In seiner Funktion als 2. Vorsitzender stand er dem Verein tatkräftig zur Verfügung und musste oft Schiedsrichter in hitzigen Debatten sein.

Ebenfalls ein ruhender Pol in der Vorstandsarbeit war der verstorbene Hubert Houben, der in seiner ruhigen Art nicht nur in seiner Praxis den Leuten manchen Zahn zog, sondern auch im Ski‑Club seinen Mann stand. Zusammen mit Emil Dobkowitz, der leider auch zu früh von uns ging, organisierte er viele schöne Feste und Veranstaltungen.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen Uschl und Herbert Ludewlg, die in der Übergangszeit von der Skiabteilung zum Ski-Club die Last der Arbeit getragen und den Motor am Laufen gehalten haben.

Einen großen Anteil an der Bewältigung der Aufgaben haben naturgemäß die Schriftführerinnen eines Vereins. Hier müssen Ruth Bachmann und Rita Freitag hervorgehoben werden, die über viele Jahre hinweg dieses Amt innehatten und darüber hinaus noch andere Arbeit erledigten.

Mit Falk Ungerland, Harald Urban, Heinz-Josef Zimmermann und Heinz Esser sind vier Mitglieder zu nennen, die als Wanderwarte den Skikameraden im Verein, aber auch den auswärtigen Skifreunden bei den vielfältigen Clubwanderungen (z.B. „Sieben auf einen Streich“) Beine machten.

Im Zusammenhang mit den Wanderwarten ist der Gesellschaftswart und sein Ausschuss zu erwähnen, hier besonders Hans 0lbrück, der in all den Jahren für das leibliche Wohl aller sorgte.

Nicht vergessen darf man an dieser Stelle diejenigen, die an der Wurzel des Vereins arbeiteten, die Jugendwarte: Beginnend mit Herbert Ludewlg und weitergeführt von Herbert Szemkus, Manfred Maur, Martln Peukert, und Klaus Wolters. Die Jugendarbeit im Ski‑Club Bad Honnef wurde immer ganz groß geschrieben, und der Aufschwung bei den Jugendlichen war der Erfolg ihres Einsatzes.

Mit mehr als 168 jugendlichen Mitgliedern ist es um die Zukunft des Ski-Clubs Bad Honnef nicht schlecht bestellt, zumal heute die ehemaligen Jugendlichen, z.B. Michael Schomisch als derzeitiger Jugendwart, tatkräftig im Vorstand die Arbeit ihrer Vorgänger fortführen.

Da der Ski‑Club seine Hauptaufgabe im sportlichen Bereich, insbesondere im wintersportlichen, sieht, sind in erster Linie die Sportwarte gefordert, die Mitglieder zu sportlichen Aktivitäten anzuspornen, auf diese vorzubereiten und zu fördern.

Diese Aufgaben wurden von Franz Heinrich (mehr als 10 Jahre), Helmut Freitag (4 Jahre), Horst Schlndler (3 Jahre), Günther Marx (5 Jahre) sowohl im allgemeinen Sportbereich als auch speziell für den Skilauf bewältigt. Viele schöne Erfolge der Wettkämpfer im Ski-Club waren der Lohn für die Arbeit der Sportwarte.

Noch über viele Vorstandsmitglieder könnte hier berichtet werden, seien es Hermann Schröder, Oskar Hanke, Heidi Urban, Kirsten Zimmermann oder Inge Fey.“

15 Jahre sind nun seit dem Erscheinen dieses Artikels vergangen. Im Jahre 1989, als der Ski-Club mit einem rauschenden Fest im Kurhaus seinen 25. Geburtstag feierte, leiteten Egon Hupperich (1. Vorsitzender) und Günther Goertz (2. Vorsitzender) die Geschicke des Vereins. Eine – wie unser geliebter Egon zu sagen pflegte, „gewaltige“ Arbeit leistete über 20 Jahre Karl-Heinz Klöckner als Geschäftsführer des Ski-Clubs.

In den 15 Jahren, die auf unser Jubiläum folgten, sind noch viele Skikameraden zu erwähnen, die sich besonders um den Verein verdient gemacht haben: Carsten Schindler, Michael Schomisch, Sven Tolsdorff und Bruno Gola (Sportwarte Winter), Petra Fürle und Tim Tolsdorff (Jugendwarte) – alle aus den Reihen der ehemaligen Ski-Club-Jugendlichen, Heinz Pospischil (Sportwart Allgemein), Erni Lemmerz und Rosi Glock (Gesellschaftswarte), Heidi und Harald Urban (Wanderwarte und Übungsleiter), Frank Rölle und Gabi Goertz (Presse-warte Slalom), Jürgen Lange (langjäh-riger Kassierer und zeitweiliger Geschäftsführer), Evelyn Esser und Gabi Goertz (Schriftführerinnen), Heinz Esser und Vicky Bray (Gymnastik-Übungs-leiter), Heidi und Harald Urban (Wanderwarte und Gymnastik-Übungs-leiter), last but not least die langjährigen Vorstandsvorsitzenden Günther Goertz (1. Vorsitzender) und Matthias Hupperich (2. Vorsitzender) und viele junge Männer und Frauen, die sich für den Ski-Club Bad Honnef als Übungsleiter einsetzen.

Besonders zu erwähnen ist die beständige Vorstandsarbeit von Inge Fey, die seit 25 Jahren ununterbrochen im Vorstand tätig ist (obwohl sie, wie sie immer wieder zu erzählen pflegt, eigentlich gar keine Skiläuferin ist) und unseres Vorstandsseniors Heinz Pospischil, der seit 1983 Sportwart Allgemein ist und seit vielen Jahren die allseits beliebte und stets ausgebuchte Skifahrt der Erwachsenen im Januar leitet.

Die Aktivitäten unseres Vereins haben sich in den letzten 15 Jahren in mancher Hinsicht verändert, wenn auch immer noch der weiße Sport im Mittelpunkt des Geschehens steht. Die Fahrten ins Sauerland wurden aufgrund der unsicheren Witterungsverhältnisse und des größeren Interesses an Reisen in die attraktiveren alpinen Gebiete fast ganz eingestellt.

Zeitweilig wurden unsere Clubmeisterschaften im Rahmen einer Wochenendreise ins Kleinwalsertal durchgeführt, doch als auch hier die Schneelage nicht mehr verlässlich genug war, entschied sich der Vorstand für die stets schneesichere Skihalle Neuss als neuen Austragungsort unserer Meisterschaften.

Sprach man früher nur vom Skisport, so ist das angesagte Wort heute „Schneesport“, das die ganze Bandbreitbreite der heutigen Sportarten im Schnee beinhaltet.

Im Bereich des Sommersports gesellte sich zu unserem Wanderangebot durch die Initiative von Rosi und Hermann Glock auch das Radwandern, das sich bei vielen SC-Mitgliedern großer Beliebtheit erfreut und ein fester Bestandteil unseres Sommerprogramms geworden ist.

Neu ist auch, dass der Ski-Club unter www.skiclub-badhonnef.de seit einigen Jahren mit einer informativen Website im Internet vertreten ist.

Unser Highlight unter den geselligen Aktivitäten ist nach wie vor der Hüttenabend, der eine wechselhafte Geschichte durchlebt hat. Jahrelang feierten wir rauschende Feste im Weinhaus Steinbach – mit unserer urigen Skihütte als zünftigem Ambiente – dann gab es kurze Abstecher ins Selhofer Pfarrheim oder in den Saal Kaiser. Im vorigen Jahr nun hat unser Gesellschaftsausschuss das Konzept geändert, um wieder mehr junge Familien zu integrieren. Eine Fackelwanderung und eine zünftige Hüttengaudi auf der Löwenburg fanden großen Anklang bei Jung und Alt, und wir sind sicher, künftig wieder sehr viele unserer Mitglieder beim Hüttenabend begrüßen zu können.

Zum Abschluss dieses Rückblicks auf 40 Jahre Ski-Club (der sicher nicht vollständig sein kann, da er sonst den Rahmen des Slalom sprengen würde, und vielleicht den einen oder anderen vergessen hat – sorry), sei noch einmal Franz Heinrich zitiert. Er wendet sich in seinem Schlusswort an alle Ski-Club-Kameraden, die sich um den Verein verdient gemacht haben – auch an all jene, die hier namentlich nicht erwähnt wurden:
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Sie alle haben sich mit viel Idealismus für den Ski‑Club eingesetzt.

All den Skikameraden, die die Geschicke unseres Vereins von den Anfängen bis zur Gegenwart gelenkt haben, sei an dieser Stelle von ganzem Herzen gedankt.

Matthias Hupperich
1. Vorsitzender