„Genießer“ fahren Wasserski in den Dolomiten

 

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Schon die Anfahrt ließ nichts Gutes verheißen. Oh je, die ganze Fahrt über nur Regen und die Wettervorhersage für die kommende Woche zeigte uns ziemlich warme Temperaturen an.

 

Kurz vor St. Vigilio hatte dann „jemand“ Einsicht mit uns, es hörte auf zu regnen. Von den Wettervorhersagen, die sich hervorragend anhören, wenn man zum Wandern nach Südtirol fährt, ließen wir uns auch nicht abschrecken und hofften auf guten Schnee – zumindest auf der Piste. Wir konnten uns die angekündigten 15 Grad Celsius auf der Piste einfach nicht vorstellen.

 

Am Ankunftstag sah man die Wiedersehensfreude in allen lachenden Gesichtern sehr deutlich und es war von Anfang an eine gute Stimmung. Hurra, wir sind wieder zusammen gekommen, um die Pisten rund um den Kronplatz unsicher zu machen.

 

Selektiver Schneefall in Südtirol

Sonntag, erster Skitag. Schon der Weg zur Talstation Miara zeigte, dass wir viel zu warm angezogen waren und dass Schnee nicht gleich Schnee ist. Unsere weiße Masse war Sulz und Matsch. Die erste Fahrt nach Olang runter hat deshalb ohne Ende Kräfte gekostet. Aber wir lassen uns ja nicht unterkriegen und machten unter Murren das Beste daraus.

 

War schon ein sehr skurriler Anblick, links und rechts der Pisten war es ziemlich braun, man konnte bereits das erste Frühlings-Grün erkennen. „Hier in Südtirol schneit es selektiv, deshalb heißen die Pisten hier auch Schneestraßen.“, so Conny bei einer Tasse Kakao mit Sahne und dem Blick auf das gegenüberliegende Skigebiet.

 

Montag, zweiter Skitag: Es wurde immer wärmer und wir wussten gar nicht mehr, was man sonst noch an Kleidung weg lassen konnte. Wir schwitzten unter unseren Helmen und in unseren Jacken. Was auch kein Wunder war, denn in Bruneck zeigte das Thermometer ganze 26 Grad an, auf dem Kronplatz waren es immer noch 16 Grad Celsius. Wow, welch ein Wetter, das konnte letztendlich nur unsere Fußgängerin Sigrid genießen. Die Skifahrer mussten um die Wasserpfützen herum fahren. Dachte ich mir doch, dass diesmal auch ein bisschen Wasserski mit dabei ist.

 

Dienstag, dritter Skitag: Heute kam, neben den warmen Temperaturen, auch noch Nebel hinzu, der sich aber Gott sei Dank schnell verzog. Der Vorteil daran war, dass unser Kampf mit Sulz und mit aufgehäuften Sulzhaufen erst gegen 11:00 Uhr begann.

 

Huflattiche, Oscar, Otto und Gerhard

Mittwoch, vierter Skitag: Wir haben den ersten Huflattich am Pistenrand entdeckt und überlegten, ob wir vielleicht einen Frühlings-Blumen-Strauß pflücken sollten. So langsam aber sicher haben wir uns an die weiße Masse auf den Pisten gewöhnt, doch es sprechen mittlerweile unsere Knie und unsere Knochen mit uns – außer bei Vicky. Hut ab, sie ist nicht klein zu kriegen und hat eine Kondition, die nicht zu toppen ist. Gerhards Oberschenkel haben inzwischen Namen bekommen: Oscar und Otto. Und ich kann euch sagen, diese beiden Schlingel haben Gerhard ganz enorm bei der letzten Abfahrt gequält. Aber: Gerhard hat sich auch nicht unterkriegen lassen und kam tapfer im Tal an.

 

Donnerstag, fünfter Skitag: Ein sehr schöner Skitag in Kombination mit einem Geburtstagskind. Wir durften mit Vicky Geburtstag feiern und wer hätte das am Anfang der Woche gedacht, am Nachmittag hat es sogar leicht geschneit. Änderte aber gar nichts an den bisherigen Pistenverhältnissen – der Kampf mit der weißen Masse dauerte an. Wir jammerten nur weniger.

 

Freitag, sechster und letzter Skitag: Hurra, wir haben unseren Humor wieder gefunden. Es hat heute keiner über den Schnee gejammert, mittlerweile wussten wir auch, wie man am wenigstens schwitzt, die Sonne hat uns mit Ihren Strahlen verwöhnt und der „Rossini“ hat am Nachmittag im „Le Tablet“ auch gut geschmeckt. Also, was will man mehr? Schön, dass wir so viel zusammen gelacht haben.

 

…. und last but not least: Alle sind wieder heil vom Berg runter gekommen.

 

Mein ganz persönliches Fazit für diese Woche

Es war trotz allem eine wunderschöne Woche mit euch. Es hat so viel Spaß gemacht. Schon jetzt freue mich auf das nächste Jahr – dann werden wir sehr wahrscheinlich ein anderes Skigebiet erkunden. Ich rechne fest mit euch. J

Eure Anette



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