Charity Aktion Nepal

 

Unsere 44. Volkswanderung „7 auf einen Streich“ war ein Erfolg der besonderen Art. Zum einen konnte unser Chef Matthias Hupperich die beeindruckende Rekordzahl von 1364 Teilnehmern melden, zum anderen förderte unsere Wanderung neben der Lust auf Bewegung auch Kontakte weit über die Grenzen hinaus. Mary John Kamp, Dozentin der VHS-Siebengebirge, für die sie seit vielen Jahren beliebte Englisch-Kurse abhält, hat sich in der Region inzwischen auch einen Ruf als Charity-Lady erworben. Bei ihren Aktionen für das Kinderheim P.A.SCH in Unkel, Frauen für Frauen oder Haus Rheinfrieden in Bad Honnef setzte sie sich immer wieder für solche Unternehmen mit ihrer ganzen Körperkraft ein. Diesmal war es das Erdbeben in Nepal, das ihre Hilfsbereitschaft heraufbeschwor – denn durch eine Teilnehmerin ihres „English in the News“-Kurses in Königswinter hatte sie von Ramesh gehört, der von Berliner Freunden und seiner Verlobten Franzi finanziell unterstützt wird, um in Nepal in seinem Heimatdorf für Reis und sonstige dringend benötigte Utensilien zu sorgen. „Als ich dann auch noch von dem Nachbeben erfuhr und „7 auf einen Streich“ angesagt war, stand mein Entschluss fest, mich von Kursteilnehmern und Freunden sponsern zu lassen und mit meinem Mann Mike auf die 25 Kilometer lange Tour zu gehen“, sagte Mary John Kamp. Gleich nach Kursende fand sich bereits eine Gruppe von „Erstunterzeichnern“ für eine Verpflichtungserklärung pro Kilometer 2 Euro zu zahlen. Schnell erweiterte sich der Kreis der Sponsoren und die Aktion zog weitere Kreise. „Zuerst habe ich 700 Euro, das entspricht immerhin einem Jahreseinkommen in Nepal, angepeilt“, bekannte Mary John Kamp, „aber schnell bewegte sich die Summe auf 2.000 Euro zu.“ Zu dieser Zeit kam in ihrem Fortgeschrittenen-Kurs der Plan auf, die Spende bei einem Treffen in Berlin persönlich zu übergeben, um die Empfänger auch einmal zu „beschnuppern“, um das gute Gefühl, das die Spender im Vertrauen auf die Initiatoren hatten, auch zu bestätigen. Dieses Vorhaben wurde von einer kleinen Gruppe, die neben Mary John Kamp aus Lia Jung, Madeleine Majunke und Ruth Frieling bestand, zügig umgesetzt und schon Mitte Juli brachen die „Mädels“ auf. In eigens bedruckten T-Shirts ging es zum Treffpunkt in der Osteria Ribaltone, wo die vier dann auf Franzi und Ramesh warteten. Nach einer herzlichen Begrüßung ging ein unglaubliches Multikulti-Geschnatter am Tisch los und peu à peu erfolgte die Geldübergabe. Neben dem von der Stadtsparkasse Bad Honnef bereitgestellten großen Scheckformular hatte Mary John Kamp silberne Umschläge im Gepäck für die internationalen Sponsorengelder in Form von 50 US$ und 50 sfr. Perfekt wurde die Überraschung für Ramesh und Franzi dann aber, als der Scheck entrollt wurde, auf dem die Summe von 3.600 Euro prangte. Dieses Geld wird in Rameshs Dorf mehr als dringend benötigt, um die Notzelte gegen Unterstände auszutauschen, die in der gerade herrschenden Regenzeit, die Bewohner besser schützen. Darüber hinaus kann davon auch Reis beschafft werden und Saatgut für die Zeit danach. „Es war wirklich eine gute Idee, selbst nach Berlin zu fahren und Ramesh und Franzi ein wenig kennen zu lernen“, sagte Mary John Kamp abschließend und dem können ihre Mitreisenden nur zustimmen. Mittlerweile haben Ramesh und Franzi ihre Hochzeitspläne umgesetzt, wie die „Mädels“ aus einer der Mails erfuhren, die nun hin und hergehen und gemeinsam werden Überlegungen angestellt, welche weiteren Aktionen folgen können, um in Rameshs Heimat auch nachhaltig weiter zu helfen. Unterstützer werden gesucht und können sich bei Mary John Kamp unter maryjohn@gmx.de melden. „7 auf einen Streich“ fand also genau zur richtigen Zeit statt, um den Grundstein für eine sicher noch lang anhaltende Hilfsaktion in Nepal zu bilden und neue Freundschaften zu schließen.

 

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